Renninger Unternehmer informierten sich über´s energetische Sanieren

Beim ersten Wirtschaftsgespräch der Stadt Renningen und des Gewerbe-und Handelsvereins e.V. im Jahr 2017 drehte sich alles um die Chancen und vor allem Strategien für eine energetische Sanierung des Baubestands. Energie ist in unserer heutigen Gesellschaft eine unverzichtbare Grundlage für die wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Stabilität.

Über Jahrzehnte hinweg war es möglich, einen „Energiemix“ durch die Nutzung von Öl, Gas, Kernkraft oder auch Kohle herzustellen und so eine beispiellose Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Doch diese Energieträge sind nicht endlich. Inzwischen ist absehbar, dass die „bequemen“ Energieträger Öl, Gas und Kohle nur noch einige Jahrzehnte lang so leicht wie bisher – und damit zu tragbaren Preisen – gewonnen werden können. Um auch den nächsten Generationen einen guten Lebensstandard zu ermöglichen und eine lebenswerte Umwelt zu sichern, hat die Energien so effizient wie möglich genutzt zu werden.

So folgten rund 30 Unternehmer vergangenen Dienstag, 25. April 2017 der Einladung in die neue Mediathek. Neben leckeren Häppchen gab es wichtige Erkenntnisse zum Thema Energieeffizienz sowie einen spannenden Erfahrungsaustausch im Anschluss. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Wolfgang Faißt und dem Vorsitzenden des Gewerbe- und Handelsvereins Marcel Seyther informierte Eberhard Wachter, Effizienzmoderator bei KEFF Region Stuttgart in einem kurzweiligen Vortrag über erste Erfahrungen mit dem KEFF-Check. Häufig werden ganz simple Einsparungsmöglichkeiten nicht realisiert, weil die Investitionen in Energiesparmaßnahmen auf den ersten Blick zu hoch sind.

Wichtig beim Thema „energetisch Sanieren“ sind nicht nur mögliche Maßnahmen, sondern auch passende Förderprogramme zur Energieeffizienz. Diese und die Fördervoraussetzungen wurden im Anschluss von Dr. Manfred Kleinbielen, Umweltberater der Handwerkskammer Region Stuttgart, dargelegt. Zum Abschluss informiert Thomas Hartmann, Hartmann Energietechnik GmbH, Rottenburg-Oberndorf, über Maßnahmen zur energetischen Optimierung. Auch er verwies auf die Preisentwicklung der Heizkosten der vergangenen Jahre. Sein Fazit: gegen den Klimawandel kann man demonstrieren, debattieren. Oder installieren. Die städtische Wirtschaftsförderung und der Gewerbe- und Handelsverein freuten sich über das Interesse an der kostenlosen Veranstaltung und werden auch im Herbst die bewährte Serie fortsetzen.